Nachbericht:
„Welche Bildung braucht Deutschland“
Bildungskongress der Wirtschaftsjunioren Deutschland e.V. am 16. April 2010 in Koblenz
Bereits heute fehlen in der deutschen Wirtschaft ca. 400.000 Fachkräfte, durch den demografischen Wandel droht qualifizierter Nachwuchs noch knapper zu werden.
Grund zur Sorge bieten auch 70.000 Schüler, die jedes Jahr ohne Abschluss deutsche Schulen verlassen und dem Arbeitsmarkt nur bedingt zur Verfügung stehen. Die Studierendenquote steigt, doch im OECD-Vergleich liegt Deutschland 20% unter dem Durchschnitt.
Es muss etwas getan werden, doch Gelder sollen nicht einfach investiert, sondern sinnvoll investiert werden. Aus diesem Grund wurden Entscheidern in der Politik Fehler im Bildungssystem aus Sicht der Wirtschaftsjunioren Deutschland aufgezeigt, im Bildungskongress diskutiert und sinnvolle Ideen entwickelt.
- Die Vernetzung von Kindergärten und Schulen, Schulen und Hochschulen sowie Schulen/Hochschulen und Wirtschaft muss signifikant verbessert werden.
- Es muss ganzheitlich gedacht werden. Verbesserungen in einem Bereich (Frühkindliche Bildung, Schulbildung, Berufsausbildung, Hochschulausbildung, Weiterbildung) müssen automatisch in die anknüpfenden Bildungsbereiche wirken.
- Kooperationen zwischen Hochschulen und Unternehmen müssen so ausgebaut werden, dass Studiengänge mehr auf die praktischen Anforderungen der Wirtschaft ausgerichtet sind.
Die kompletten Ausarbeitungen der einzelnen Workshops werden im Nachgang an diverse Entscheider der einzelnen politischen Fraktionen weitergegeben und fließen hoffentlich in zukünftige bildungspolitische Entscheidungen mit ein.
Bericht: Bianca Karbach
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Ankündigung:
Bildungskongress der Wirtschaftsjunioren Deutschland
„Welche Bildung braucht Deutschland?“
Bereits heute fehlen in der deutschen Wirtschaft ca. 400.000 Fachkräfte, durch den demographischen Wandel droht qualifizierter Nachwuchs noch knapper zu werden. Grund zur Sorge bieten auch 70.000 Schüler, die jedes Jahr ohne Abschluss deutsche Schulen verlassen und dem Arbeitsmarkt nur bedingt zur Verfügung stehen. Bei der Zahl der Studienanfänger landet Deutschland im OECD-Vergleich auf den hinteren Plätzen; die Absolventenquote an deutschen Hochschulen steigt, aber auch das ist nur unteres Mittelmaß. Ein Vergleich mit den wichtigsten 30 Industriestaaten zu Bildungsausgaben zeigt, dass Deutschland gemessen an seiner Wirtschaftskraft weniger als die meisten Länder in Bildung investiert. Die neue Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, mehr in Bildung zu investieren: Bis 2015 sollen die Ausgaben für Bildung auf zehn Prozent des Bruttoinlandsproduktes erhöht werden, dafür sind jährliche Mehrinvestitionen von drei Milliarden Euro geplant.
Doch mit Investitionen in die Bildungslandschaft allein ist es nicht getan, denn die Leistungen unserer Schüler zeigen: Das Schulsystem kränkelt. Die Universitäten kämpfen mit der Umstellung auf das Bachelorsystem und viele Begabte verlassen Deutschland. Bei denen die bleiben, endet die Bildung vielfach mit dem Einstieg ins Berufsleben. Lebenslanges Lernen ist in Deutschland leider oft nur eine Worthülse.
Doch wie sollte der ideale Bildungsweg eines Deutschen aussehen? Die Wirtschaftsjunioren Deutschland laden ein, am 16. April 2010 im Rahmen eines Bildungskongresses zum Thema „Welche Bildung braucht Deutschland?“ in der Universität Koblenz-Landau gemeinsam zu diskutieren und Ideen zu entwickeln. Ziel des Kongresses ist es, Entscheidern in der Politik Fehler im Bildungssystem aufzuzeigen und Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten.
Der Bildungskongress richtet sich vorwiegend an Wirtschaftsjunioren, die ihre Erfahrungen mit in die Entwicklung der Konzeptgrundlagen einbringen und mit Experten diskutieren wollen, aber auch Studierende der Universität Koblenz-Landau, sowie Interessierte aus dem Bildungsbereich und der Politik sind herzlich willkommen. Ziel des Kongresses ist es fundierte Standpunkte zu den Bildungsthemen nach außen zu gewinnen und dann entsprechend zu kommunizieren.
Der Bildungskongress und sein Wirkungskreis:
- Durchführung des Bildungskongresses
- Diskussion der Ergebnisse mit Parlamentariern im Deutschen Bundestag im Rahmen des Know-How-Transfers der WirtschaftsjuniorenDeutschland
- Zusammenstellung der Ergebnisse in einer Publikation (Grußworte von als Einleitung, 5 Phasen des Lernens zum Thema des Kongresses, die mit Fachartikeln der Referenten/Leiter der Arbeitsgruppen ergänzt werden)
- Stellungnahme zum Bildungsgipfel von Bund und Ländern am 10. Juni 2010
- Vorstellung der Publikation in einer Bundespressemitteilung zu Beginn der Deutschlandreise
- Kommunikation des Themas und Weitergabe der Publikation während der Reise
- Präsentation des Themas und der Publikation zur BUKO im Rahmen der Delegiertenversammlung